Hauptversammlung der Feuerwehr Weil der Stadt
Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Weil der Stadt und die geladenen Gäste kamen am Samstag, den 15. März in der Festhalle Merklingen zur Jahreshauptversammlung zusammen. Kommandant und Stadtbrandmeister Wolfgang Bäuerle führte zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Achim Koch und Harald Kschischek durch die Versammlung.
In seinem Bericht ging Kommandant Wolfgang Bäuerle auf die Einsatzstatistik für das Jahr 2024 ein. So rückten die Floriansjünger der Keplerstadt im vergangenen Jahr zu 184 Einsätzen aus und leisteten dabei rund 5000 Einsatzstunden. Ein Anstieg von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 23 Bränden, darunter glücklicherweise kein Großbrand, 20 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen sowie 61 Technischen Hilfeleistungen und neun Verkehrsunfällen war wieder einmal das gesamte Leistungsspektrum der Feuerwehr gefragt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Hervorzuheben wäre dabei insbesondere der Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus im Weil der Städter Kolpingweg, bei dem die Einsatzkräfte mit einem größeren Aufgebot vor Ort waren. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr wurde durch die an diesem Abend im Feuerwehrhaus Weil der Stadt abgehaltene Abteilungsversammlung begünstigt. So konnten die ersten Einsatzkräfte bereits unmittelbar nach dem Alarm ausrücken und waren daher innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort, um die ersten Maßnahmen einzuleiten. Der Stadtbrandmeister betonte in seiner Rede auch den hohen Ausbildungsstand der Wehr: „Im letzten Jahr haben wieder zahlreiche Feuerwehrangehörige an den unterschiedlichsten Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen. Darunter fallen Fortbildungsmaßnahmen auf Landkreisebene und an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. Und dies zusätzlich zum regulären Einsatz- und Übungsdienst“. Mit 182 aktiven Feuerwehrleuten konnte zudem der Personalstand vom Vorjahr gehalten werden. Ebenso wichtig wie eine gut ausgebildete Mannschaft ist die passende Ausstattung und Unterbringung. Daher kann dieses Jahr in den Stadtteilen Hausen und Weil der Stadt jeweils ein neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt werden. Er bedankte sich bei Stadtverwaltung und Gemeinderat für diese Investitionen und der vollumfänglichen Unterstützung in allen Belangen. Insbesondere auch für die Bereitstellung der finanziellen Mittel für Ausrüstung und Ausbildung. Der Kommandant wies aber auch noch eindrücklich auf den baulichen Zustand des Feuerwehrhauses in Weil der Stadt hin und bat die Stadtverwaltung an diesem Thema dran zu bleiben.
Auch Schriftführers Florian Klawes ging in seinem Bericht kurz auf die erfolgten und anstehenden Fahrzeugbeschaffungen der Feuerwehr ein. Ebenso erwähnte er die räumlichen Kapazitäten im Feuerwehrhaus Weil der Stadt, die den heutigen Anforderungen der Feuerwehr nicht mehr entsprechen. Für Florian Klawes war es der letzte Bericht als Schriftführer. Kommandant Wolfgang Bäuerle und seine beiden Stellvertreter Achim Koch und Harald Kschischek bedankten sich bei Florian Klawes für acht Jahre Tätigkeit als Schriftführer mit einem Präsent.
Jugendwart Daniel Hagemann berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und gab so einen Einblick in die Nachwuchsarbeit der Weiler Wehr. 60 Jugendliche sind derzeit bei der Jugendfeuerwehr in Weil der Stadt aktiv. Diese ist damit die Personalstärkste Jugendfeuerwehr im Landkreis Böblingen. In seinem Vortrag hob er zudem hervor, dass in der heutigen Zeit, die von schnellen Veränderungen und vielfältigen Herausforderungen geprägt ist, die Jugendarbeit immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sie ist nicht nur wichtig für die feuerwehrtechnische Ausbildung der Nachwuchsretter und zukünftigen Einsatzkräfte, sondern bietet auch eine Möglichkeit jungen Menschen Werte wie Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz zu vermitteln. „Die größte Herausforderung der Jugendfeuerwehr ist gegenwärtig neben der hohen Anzahl an Jugendlichen, vor allem der Platzmangel und die unzureichende Infrastruktur im Feuerwehrhaus Weil der Stadt“, führte der Jugendwart weiter aus. Er dankte in diesem Zusammenhang der Stadtverwaltung und Bürgermeister Christian Walter für die kürzlich aufgezeigte Perspektive zum Feuerwehrhaus Weil der Stadt. Allerdings gleichzeitig verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung, dass die Priorisierung und die absolute Notwendigkeit des Projektes nicht aus den Augen verloren wird.
Als oberster Dienstherr der Feuerwehr dankte Bürgermeister Christian Walter den Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit und lobte den umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz für die Bevölkerung. „Es ist beruhigend für uns alle, dass Sie rund um die Uhr für uns da sind.“, so Walter. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Böblingen Jürgen Stäbler dankte allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und die nicht selbstverständliche Bereitschaft zu jeder Tages- oder Nachtzeit bereitzustehen, um ehrenamtlich Hilfe am Nächsten zu leisten.
Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen
An diesem Abend konnte der Kommandant die Neuaufnahmen Daniel Bueß, Leon Hosenfeld, Felix Kappel, Janine Klopfer, Markus Krämer, Harry Mariyathas, Leonard Neubauer, Erwin Neumann, Franz Oeynhausen, Michael Preiss, Lorenz Siegle und Rainer Wendel in der Wehr begrüßen.
Abhängig von der Dienstzeit und den absolvierten Lehrgängen konnten auch Beförderungen vorgenommen werden: Lukas Boppel, Lukas Finkbeiner, Thomas Fruth, Dominik Martin, Simon Ohngemach, Philipp Schwarz und Kai Siegle wurden zum Feuerwehrmann und Kim Gräf und Lena Staib zur Feuerwehrfrau ernannt. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Luis Kaschuba, Felipe Möller, Lukas Riexinger, Ben Spitzenberger, Simon Weis und Dominik Ziegenhardt und zur Oberfeuerwehrfrau Lea Bauer befördert. Florian Schindler wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Nach erfolgreich absolviertem Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wurden Thore Lamke, Andreas Pfäffle, Marco Sauter, Kristof Voko und Benjamin Wagner zum Löschmeister befördert. Zu Oberlöschmeistern wurden Heiko Pfäffle und Ralf Wimmer befördert. Frank Gann wurde zum Hauptlöschmeister befördert. Nach erfolgreich absolviertem Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule wurde Benjamin Schindele zum Brandmeister ernannt.
Ebenso gab es in diesem Jahr wieder besondere Ehrungen. Mit dem Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg wurden für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Patrick Gall, Martin Lange, Bernd Lauser, Marcel Lechler, Marco Leidl, Marvin Schirott, Kristof Voko und Peter Wagner geehrt. Neben Ralf Kleespieß, Frank Rau und Stefan Riexinger die für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt werden konnten, gab es eine Auszeichnung für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Norbert Kling konnte sich über diese Auszeichnung freuen.
Für 40-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Weil der Stadt wurde Lothar Gann geehrt. Lothar Wagner wurde für 50-jährige Zugehörigkeit geehrt.
Als besonderes Highlight konnte Karl Kienle für 80 Jahre Zugehörigkeit geehrt werden. Er war während des Kriegs bereits mit 15 Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Mit langanhaltendem Applaus wurde diese herausragende Leistung von der Versammlung gewürdigt. Da Karl Kienle nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wurde die Ehrung im kleinen Kreis nachgeholt.
Bei den Wahlen wurde Harald Kschischek mit deutlicher Mehrheit für fünf weitere Jahre zum zweiten stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Weil der Stadt gewählt.
Bilder